Archiv: Der polnische Beitrag wurde am 31. Dezember 2024 veröffentlicht und berichtet über eine Diskussion im Zusammenhang mit Forbes Diamonds 2024.
In den Redaktionsräumen von Forbes Polska fand eine Debatte über die Lage polnischer Unternehmen und die Herausforderungen für das kommende Jahrzehnt statt. Das Treffen ging den regionalen Veranstaltungen zum Ranking Forbes Diamonds 2024 voraus, das mehr als 16.000 besonders schnell wachsende Unternehmen in Polen umfasste.
Die Diskussion moderierte Paweł Zielewski, Chefredakteur von Forbes Polska. Vertreten waren unterschiedliche Wirtschaftsbereiche: Piotr Engelbrecht, Geschäftsführer von SteelProfil; Marcin Kościński, Managing Director Business Banking der ING Bank Śląski; Marcin Tadeusiak, Vorstandsvorsitzender von JT S.A.; Jacek Kostrzewa, Geschäftsführer von 21 Stopni ADD; und Krzysztof Ogorzałek, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von JMK Computerate.
Die Teilnehmer diskutierten über die Widerstandsfähigkeit polnischer Unternehmen in aufeinanderfolgenden Krisen, den Rückgang der Investitionen im Verhältnis zum BIP und Wachstumshemmnisse wie unbeständige Vorschriften und zunehmende Verwaltungslasten. Zugleich verwiesen sie auf Anzeichen einer allmählichen Belebung der Investitionen sowie Chancen durch die geopolitische Lage Polens und Veränderungen globaler Lieferketten.
Ein wichtiges Thema war die Rolle der Unternehmer bei der Gestaltung der Wirtschaft. Nach Einschätzung von Piotr Engelbrecht wurde unternehmerischer Erfolg in den vergangenen Jahren gesellschaftlich teilweise abgewertet. Ehrgeiz und Entwicklung sollten dagegen als wirtschaftliche Stärken anerkannt werden. Er betonte den großen Binnenmarkt, engagierte Beschäftigte, Wachstumsambitionen und die Innovationsfähigkeit polnischer Firmen trotz begrenzten Zugangs zu Kapital.
Piotr Engelbrecht erklärte, das Ranking Forbes Diamonds sei mehr als eine Aufstellung von Finanzkennzahlen. Es bestätige auch langfristige Wachstumsstrategien und die Stabilität von Unternehmen in wettbewerbsintensiven Märkten. Polnische Unternehmen bleiben seiner Einschätzung nach attraktive Partner für ausländisches Kapital, das für die Finanzierung ihrer weiteren Entwicklung wichtig sein kann.
Wiederholt hervorgehoben wurden Innovation, digitale Transformation und Investitionen in die Kompetenzen der Beschäftigten. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die kommenden Jahre Flexibilität, Entscheidungsstärke und vorausschauendes Handeln erfordern würden, statt nur auf Marktveränderungen zu reagieren.
Das Treffen in der Forbes-Redaktion bildete den Auftakt zu den für zwölf polnische Städte geplanten Forbes-Diamonds-Galas 2024. Sie sollten besonders dynamische Unternehmen vorstellen und Raum für Gespräche über die Zukunft der polnischen Wirtschaft in einem veränderten wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld schaffen.
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