Preisgünstige Dächer, Dachziegel und BlecheEin Satteldach hat zwei Dachflächen; ein Dach mit mehr als zwei Dachflächen ist eine andere Dachform. Die Bezeichnungen werden mitunter verwechselt. Beim meist symmetrischen Satteldach können sich die beiden Seiten auch in Länge oder Neigung unterscheiden. Walmdächer und Zeltdächer sind Beispiele mit vier Seiten. Bei einem Mansarddach werden die Dachseiten in unterschiedlich steile Abschnitte unterteilt, wodurch sich der Raum darunter besser nutzen lässt. Dieser Artikel vergleicht diese Formen sowie Pult- und Flachdächer und beschreibt die Holzkonstruktionen, die sie tragen. Neben dem äußeren Erscheinungsbild beeinflusst auch die Nutzung des Dachraums die Auswahl.

Verschiedene Dachformen

 

Ein Dach erfüllt mehrere wichtige Aufgaben. Jede Ausführung soll gegen Wasser und Wind schützen, doch Konstruktion und Erscheinungsbild können sich deutlich unterscheiden. Häufig gibt die Gestaltung den Ausschlag für eine bestimmte Form. Zu den typischen Dachformen gehören:

  • Das Pultdach besitzt nur eine Dachfläche. Diese ist meist gering geneigt, es gibt aber auch steilere Ausführungen.
  • Das Satteldach ist die klassische Form mit zwei Dachflächen. Meist haben beide dieselbe Neigung und Größe, es gibt jedoch auch asymmetrische Varianten.
  • Ein Dach mit vier Seiten kann in verschiedenen Formen ausgeführt werden.

Beim Walmdach, wie es etwa an traditionellen polnischen Gutshäusern vorkommt, sind die kurzen Seiten dreieckig und die langen Seiten trapezförmig.

Beim Zeltdach, das häufig auf kleineren Gebäuden zu finden ist, treffen vier symmetrische Dreiecke in einer gemeinsamen Spitze zusammen.

  • Ein Mansarddach kann zwei oder vier Dachseiten haben. Die Seiten sind jeweils in zwei Abschnitte mit unterschiedlicher Neigung unterteilt. Dadurch lässt sich der obere Gebäudebereich besser nutzen.
  • Auch ein Flachdach braucht ein geplantes Gefälle und eine geeignete Entwässerung. Das erforderliche Gefälle richtet sich nach dem Abdichtungssystem und der Dachplanung; eine einheitliche Spanne für sämtliche Flachdächer gibt es nicht.

Das Satteldach besteht somit aus zwei Dachflächen. Sie können unterschiedliche Neigungen oder Längen haben, sind aber meist symmetrisch. Ein Dach mit mehr als zwei Dachflächen kann beispielsweise als Walmdach oder Zeltdach ausgeführt sein.

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Unterschiedliche Dachkonstruktionen

 

Jede Dachform braucht eine solide Konstruktion, die sie über viele Jahre trägt. Ein Flachdach besteht meist aus einer tragenden Konstruktion über der obersten Geschossdecke, sodass Dach und Decke eine bauliche Einheit bilden können. Dafür kommen Holzkonstruktionen, vorgefertigte Fachwerkbinder oder Metallprofile zum Einsatz. Ein Walmdach folgt denselben grundlegenden Konstruktionsprinzipien wie andere geneigte Dächer. Bei Pultdächern, Satteldächern und Dächern mit vier Seiten werden üblicherweise folgende Bauweisen verwendet:

  • Sparrendach;
  • Kehlbalkendach;

oder ein Pfettendach mit Stützen und Zangen.

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Das Dachtragwerk leitet die Lasten über Bauteile und Verbindungen zu den Auflagern des Gebäudes ab. Sparrendächer, Kehlbalkendächer und Pfettendächer haben unterschiedliche Tragwerksanordnungen. Kehlbalken verbinden gegenüberliegende Sparren. Pfetten können auf Stützen aufliegen, die die Nutzung des Dachraums beeinflussen. Auch die Aussteifung gehört zur Tragwerksplanung.

Zulässige Spannweiten hängen unter anderem von Holzfestigkeitsklasse, Querschnitten, Abständen, Verbindungen, Auflagern sowie Eigen-, Schnee- und Windlasten ab. Entsprechend bemessene Fachwerkbinder können freie Spannweiten ohne Zwischenstützen ermöglichen. Aus der Bezeichnung einer Dachkonstruktion lässt sich jedoch keine sichere Höchstspannweite ableiten: Maßgeblich sind die Planung und die statischen Nachweise des gesamten Tragwerks.

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