PIR-Dämmplatten für das Dach sollten anhand der Wärmeleitfähigkeit, des erforderlichen Wärmeschutzes des gesamten Bauteils und der Verlegeart ausgewählt werden. Eine PIR-Platte mit einer deklarierten Wärmeleitfähigkeit von 0,022 W/(m·K) erreicht bei 100 mm Dicke einen Wärmedurchlasswiderstand von etwa 4,55 m²K/W. Bei 150 mm sind es etwa 6,82 m²K/W. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Dämmstoff allein den geforderten U-Wert des fertigen Dachs sicherstellt. Auch Sparren, Befestigungsmittel, Plattenstöße und weitere Schichten spielen eine Rolle. Beim Steildach kommen Aufsparren-, Untersparren- oder kombinierte Lösungen infrage. Beim Flachdach sind außerdem Dampfsperre, Gefälle und Dachabdichtung wichtig. Der endgültige Aufbau muss sich aus der Planung und der Dokumentation des gewählten Systems ergeben. Auch die Garantiebedingungen sollten geprüft werden.

Was leisten PIR-Platten auf dem Dach?
PIR-Platten sind eine starre Wärmedämmung aus Polyisocyanurat-Hartschaum. Sie werden auf Steil- und Flachdächern eingesetzt. Ihre Stärke ist die geringe Wärmeleitfähigkeit λ. Je niedriger der Lambda-Wert, desto höher kann bei gleicher Dämmstärke der Wärmedurchlasswiderstand sein. Bei ausgewählten aluminiumkaschierten Platten beträgt der deklarierte Wert λD 0,022 W/(m·K). Nicht jede PIR-Platte besitzt denselben Kennwert. Entscheidend sind die Kaschierung, die Dicke und die Leistungserklärung.
PIR-Dämmplatten werden in der Praxis häufig gewählt, wenn die Aufbauhöhe des Dachs begrenzt werden soll. Eine dünnere Dämmung kann die Ausführung von Schwellen, Attiken und Fenster- oder Türanschlüssen erleichtern. Luftdichtheit, Feuchteschutz und Brandschutz müssen trotzdem geprüft werden. Die Platte selbst ersetzt weder die Dacheindeckung noch eine erforderliche Dachabdichtung.
Wie lässt sich die erforderliche PIR-Dämmstärke berechnen?
Die grundlegende Berechnung des Wärmedurchlasswiderstands lautet R = d / λ; dabei ist d die Dicke in Metern. Bei λD = 0,022 W/(m·K) erreicht eine 100 mm dicke PIR-Platte R ≈ 4,55 m²K/W. Bei 120 mm beträgt R ≈ 5,45, bei 150 mm R ≈ 6,82 m²K/W. Diese Werte beschreiben nur die Dämmschicht. Der U-Wert des fertigen Dachs hängt von der Summe der Wärmewiderstände aller Schichten und den konstruktionsbedingten Korrekturen ab.
Für beheizte Räume mit mindestens 16°C sehen die polnischen technischen Bauvorschriften grundsätzlich einen maximalen Uc-Wert des Dachs oder Flachdachs von 0,15 W/(m²·K) vor. Daraus darf nicht abgeleitet werden, dass jede 150 mm dicke PIR-Platte diese Anforderung automatisch erfüllt. Bei Holzdächern beeinflussen die Sparren das Ergebnis. Bei leichten Stahldächern können Wärmebrücken an Befestigungsmitteln und Bauteilen entstehen. Das Ergebnis muss der Planer bestätigen.

Aufsparren- oder Untersparrendämmung?
Bei der Aufsparrendämmung werden PIR-Platten oberhalb der Sparren verlegt. Die durchgehende Dämmschicht begrenzt den Einfluss des Holzes auf die Wärmeverluste. Diese Lösung kann sich anbieten, wenn die gesamte Dacheindeckung erneuert wird. Die Befestigung der Konterlatten durch die Dämmung in der Tragkonstruktion muss jedoch sorgfältig geplant werden. Auch Traufe, First, Schornsteinanschlüsse und die Höhe vorhandener Anschlussbleche sind zu prüfen.
Eine Untersparrendämmung verbessert den Wärmeschutz des Dachgeschosses, ohne die Dacheindeckung abzunehmen. Die starren Platten werden systemgerecht an einer vorbereiteten Unterkonstruktion oder an den Sparren befestigt. Die Anschlüsse müssen dicht sein. Die raumseitigen Schichten sind unter Berücksichtigung des Wasserdampftransports auszuwählen. Bei einem kombinierten Aufbau liegt ein Teil der Dämmung zwischen den Sparren und ein weiterer Teil darunter oder darüber. Der Temperaturverlauf im gesamten Querschnitt muss geprüft werden.
Ersetzt eine Aluminiumkaschierung die Dampfsperre?
Eine Aluminiumkaschierung kann einen hohen Wasserdampfdiffusionswiderstand haben. Daraus folgt nicht automatisch, dass das gesamte Dach eine dichte Dampfsperre bildet. Entscheidend sind Plattenstöße, Leitungsdurchführungen, Befestigungsöffnungen und Wandanschlüsse. Bei bestimmten Systemen übernehmen entsprechend abgedichtete Platten die Funktion einer dampfbremsenden Schicht. Bei anderen Aufbauten sieht die Planung eine separate Dampfsperre vor. Das Aussehen der Folie allein ist keine Entscheidungsgrundlage.
Ein besonders schwerwiegender Fehler ist, feuchtes Dachstuhlholz zwischen Schichten einzuschließen, die nur schlecht austrocknen können. Vor der Montage müssen Holz und Dachbahnen beurteilt werden. Bei einer Dachsanierung sollte das Risiko von Tauwasser innerhalb des Aufbaus geprüft werden. Das gilt besonders für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit und für Dächer, deren vorhandener Schichtenaufbau unbekannt ist.

Welche Fehler sind bei Kauf und Montage zu vermeiden?
Zunächst ist der vorgesehene Anwendungsbereich der PIR-Platte zu prüfen. Ein Produkt für Flachdächer unter einer Abdichtungsbahn ist nicht zwangsläufig für jeden Fassaden- oder Fußbodenaufbau zugelassen. Wichtig sind die deklarierten Kennwerte zur Druckbeanspruchung, die Kaschierung, das Format und die Kantenausbildung. Beim Flachdach zählen außerdem die Tragfähigkeit des Untergrunds, die Befestigungsart und die Belastbarkeit der Dämmung bei Wartungsarbeiten.
Die Platten sollten eine ebene Schicht bilden. Breite Fugen dürfen nicht offen bleiben. Details sind nach den Systemanweisungen auszuführen. Auch Zuschnitt, Schutz der Kanten, Klebebänder und Dichtschäume sind relevant. Zu lange oder zu kurze Befestigungsmittel können die Befestigung beeinträchtigen. Eine Montage nach Gefühl ersetzt keine Planung.
Welche Angaben werden für ein kostenloses Angebot zur PIR-Dachdämmung benötigt?
Für eine belastbare Kalkulation werden Dachfläche, Dachneigung, Tragkonstruktion, geplanter Schichtenaufbau und geforderter U-Wert benötigt. Beim Flachdach kommen Angaben zum Untergrund, zur Entwässerung und zur vorgesehenen Abdichtung hinzu. Bei einer Sanierung helfen Fotos des Dachquerschnitts. SteelProfil kann auf dieser Grundlage verfügbare PIR-Dämmstärken vergleichen und den Materialbedarf unter Berücksichtigung des tatsächlichen Zuschnitts ermitteln.

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