
Auf einen Blick
Der Lattenabstand eines Metalldaches muss zum genauen Profil, zur Blechdicke, Spannweite, Belastung und Verlegeart passen. Dachpfannenprofile folgen häufig einem produktspezifischen Modul; Trapezbleche und Stehfalzsysteme stellen andere Anforderungen an ihre Auflager. Dach- und Konterlatten gehören zum Dachaufbau, ersetzen aber nicht das Haupttragwerk. Dieser Ratgeber ordnet die Beispiele des Ausgangstextes vom Januar 2023 ein und erklärt, warum sie keine allgemeine Montagetabelle bilden. Klären Sie vor Arbeitsbeginn Planung, Traufdetail, Befestigung und Lüftung anhand der Unterlagen des gewählten Produkts sowie der statischen Bemessung. Ein äußerlich ähnliches Profil kann andere Vorgaben haben.
Dachpfannenprofile aus Stahl
Das Quermodul bestimmt häufig den regelmäßigen Lattenabstand. Der Ausgangstext nannte 350 mm als verbreitetes Beispiel und Module von 250 bis 400 mm. Das sind Beispiele und keine Maße für jedes Blech.
Verwenden Sie die tatsächliche Montagezeichnung einschließlich erster Latte und Traufausbildung. Aus dem sichtbaren Muster allein ergeben sich nicht alle Auflagerpositionen.
Trapezblech
Profilhöhe und Blechdicke beeinflussen die Spannfähigkeit zusammen mit Stahlgüte, Lasten, Auflagerbedingungen und Befestigung. Ein höheres Profil erlaubt nicht automatisch einen bestimmten Abstand.
Die im Ausgangstext genannten 500–600 mm sind anhand der tatsächlichen Belastungs- und Spannweitendaten zu prüfen. Sie gelten nicht pauschal für jedes Trapezblech.
Stehfalzsysteme und Tondachziegel
Stehfalz- und Klicksysteme können Vollschalung oder eine genau festgelegte Brett- beziehungsweise Lattenanordnung benötigen. Ein allgemeiner Abstand von 250 mm und eine beliebige Trennlage passen nicht automatisch zu jedem System.
Auch der Lattenabstand von Tondachziegeln hängt von Modell, Überdeckung, Dachneigung und Verlegeanleitung ab. Der breite Bereich von 150–350 mm aus dem Ausgangstext ersetzt keine produktspezifische Einteilung.
Einteilen und befestigen
Beginnen Sie mit dem festgelegten Traufbezug und kontrollieren Sie Maße und Ausrichtung vor der Deckung. Latten benötigen den vorgesehenen Querschnitt, ausreichende Auflager und passende Befestigung am Tragwerk.
Dachschrauben müssen zu Blech und Holz- oder Stahluntergrund passen. Nicht jede Dachschraube ist eine selbstbohrende Holzschraube mit Pan-Head und Aluminiumscheibe, wie es die Quelle pauschal beschreibt. Verwenden Sie vorgesehenen Kopf, Spitze, Scheibe, Dichtung und Korrosionsschutz.
Eine Befestigung nur an jeder zweiten Latte oder pauschal fünf bis acht Schrauben je Quadratmeter ist keine allgemeine Regel. Randzonen, Windsog, Überdeckungen und Profil benötigen den tatsächlichen Befestigungsplan.
Beachten Sie Verlegerichtung und Überdeckungsvorgaben des Systems. Die Hauptwindrichtung allein bestimmt keine universell sichere Montage, und Wind kann die Handhabung großer Bleche gefährlich machen.
Dachmaterialien anfragen
Sind Konterlatten erforderlich?
Bei vielen Steildachsystemen schaffen Konterlatten einen Entwässerungs- und Lüftungsraum über der Unterdecklage und tragen die Dachlatten. Ihre Aufgabe ergibt sich aus dem vollständigen Aufbau.
Vollschalung beseitigt nicht automatisch den Bedarf an einem Lüftungsraum. Konterlatten sind auch keine Reparatur eines unebenen oder schadhaften Tragwerks.
Halten Sie die geplanten Luft- und Wasserwege von der Traufe zum First frei. Ein Aufbau ohne Konterlatten muss aus der Systemplanung hervorgehen und darf keine pauschale Abkürzung sein.
Das gesamte Dachdetail prüfen
Stimmen Sie Auflager, Abstände, Befestiger, Überdeckungen, Entwässerung und Lüftung gemeinsam ab. Eine allgemeine Tabelle belegt kein dauerhaftes Dach für jede Beanspruchung.
Richtige Montage und geeignete Wartung unterstützen die Nutzungsdauer. Eine feste Lebensdauer lässt sich aus dem Lattenabstand allein nicht ableiten.






















